Das Bürgerprojekt Zukunft Tübingen

Die Vorgeschichte:

Als 2017 im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans eine Diskussion in der Stadt Tübingen über Flächenzuweisung für Industrie und Klinikum geführt wurde, mahnte ein breites Bündnis von Natur- und Umweltinitiativen, Tübingen möge den Pfad des ständigen weiteren Wachstums zumindest überdenken und eine Vorreiter-Kommune für suffiziente Entwicklung werden. Dieser Ruf verhallte jedoch ungehört. Im Gegenteil: Von der Verwaltungsspitze wurde die Notwendigkeit eines 10 ha großen neuen Gewerbegebietes postuliert, das im Wasserschutzgebeit Au platziert werden sollte. Diesem Plan folgte der Gemeinderat ohne grundsätzliche Diskussion über die Notwendigkeit dieses 10 ha zusätzlicher Flächeninanspruchnahme.

Der Anfang des Bürgerprojekts Zukunft Tübingen:

Die zum Erhalt des Wasserschutzgebiets gegründete Bürgerinitiative war zwar erfolgreich, aber anstelle des WSG sollten nun 10 ha landwirtschaftlicher Fläche in Gewerbefläche umgewandelt werden. Auch Erweiterungswünsche des Klinikums wurden von Verwaltung und Gemeinderat nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Um dieses Streben nach „Immer mehr“ kritisch zu hinterfragen, gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger im Frühjahr 2018 das „Bürgerprojekt Zukunft Tübingen – neu denken, anders handeln.